Aktuelles

Das EU-Mercosur-Abkommen

 

Nach über einem Vierteljahrhundert an Verhandlungen hat die Europäische Union einen der ehrgeizigsten Handelsverträge ihrer Geschichte abgeschlossen. Am 17. Januar unterzeichnete EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Paraguay das Freihandelsabkommen mit dem südamerikanischen Wirtschaftsbündnis Mercosur. Gemessen an der Bevölkerung entstünde damit der größte Freihandelsraum der Welt: Über 700 Millionen Menschen in Europa und Südamerika sollen künftig Teil eines gemeinsamen Handelsraums sein. Bei Landwirten und Umweltschützern stößt es auf Widerstand. Ob und wann es in Kraft tritt, bleibt offen.

 

Das Glossar der Bundeszentrale für politische Bildung Deutschland gibt Einblicke in das Abkommen.

Themen des Glossars sind:

Warum haben die Verhandlungen so lange gedauert?
Was steht im Abkommen? Was sind die Ziele?
Wer profitiert besonders?
Welche Schutzklauseln sind vorgesehen?
Kritik am Abkommen
Argumente der Befürworter
Wie geht es jetzt weiter?


 

Der Gemeinsame Südamerikanische Markt (Mercado Común del Sur, Mercosur) wurde 1991 von Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay gegründet, um den Handel innerhalb Südamerikas zu erleichtern und wirtschaftliche Verbindungen zu vertiefen. Es ist eine Zollunion, die Zölle zwischen den Mitgliedstaaten abschafft und gemeinsame Außenzölle hat. Der Block ist ein riesiger Markt, der fast 73 % der Fläche Südamerikas und über 270 Millionen Menschen umfasst und damit der drittgrößte Markt der Welt nach der EU und NAFTA ist.
MERCOSUR ist ein Zusammenschluss südamerikanischer Länder, um gemeinsam einen großen freien Markt zu bilden und den Handel miteinander und mit der Welt zu erleichtern, ähnlich wie die Europäische Union. Politische Schwerpunkte sind die Stärkung des freien Verkehrs von Dienstleistungen, Produktionsmitteln und Waren, die Ausgestaltung einer gemeinsamen Außenhandels- und Wirtschaftspolitik und die Harmonisierung der Gesetzgebung in den jeweiligen Bereichen .Die Europäische Union (EU)⁠(Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und der MERCOSUR haben sich im Juni 2019 auf ein Freihandelsabkommen geeinigt. Es ist Teil eines umfassenderen Assoziationsabkommens‚ über das noch verhandelt wird.

 

Das EU-Mercosur-Abkommen

 

credits | bpb.de